Die fahrt von Maputo hoch an den See war sehr abenteurlich. Früh am Morgen gings los, Maya vollgepumpt mit Kafee und Red Bull und ich mit dem üblichen morgendlichen Kater. Die fahrt am ersten Tag sollte eigentlich von Maputo nach Vilankulos sein. Da wir etwas früher als erwartet dort ankamen entschlossen wir uns spontan weiterzufahren und die Strecke vom nächsten Tag, Vilankulos-Chimoio, noch am selben Tag hinter uns zu bringen. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass wir uns in den Distanzen und in der Zeit ziemlich vertan hatten. Die Strasse wurde zu unserem Glück immer schlechter, am Horizont türmten sich gewaltige Gewitterwolken und die Sonne ging langsam unter. Leider gibt es zwischen Vilankulos und Chimoio auch keine alternative Raststelle, das Gebiet ist grössten Teils Buschland und komplett unbewohnt. Tatsächlich begann es dann auch zu regnen, so stark, dass wir zeitweise halten mussten weil man vom Wasser auf der Scheibe nichts mehr gesehen hat.
Nach weiteren vier Stunden Fahrt durch die Dunkelheit kamen wir dann endlich auf den Beira-Korridor von welchem es nur noch etwa 20 Minuten ist bis Chimoio. Um sieben Uhr morgens sind wir losgefahren und am Abend um elf sind wir angekommen. Es war eine doch sehr abenteuerliche Fahrt aber damit haben wir uns einen Tag gespart. Am nächsten Morgen gings wieder früh los. Die Strecke ging von Chimoio nach Malawi, irgendwo in Malawi würden wir dann übernachten jenachdem wie lange wir brauchen würden an der Grenze. Alles verlief planungsgemäss, wir konnten noch bei Sonnenlicht über die Grenze. Da es bald dunkel wurde und wir wieder durch hefitge Regenschauer fahren mussten, hielten wir im erst besten Hotel und entschieden uns die Nacht dort zu verbringen. Am nächsten Tag fuhren wir noch die letzte Strecke von Malawi nach Lichinga (Mozambique), wo wir noch die notwendigsten Sachen einkauften, und von Lichinga runter an den See. Wir wurden herzlichst begrüsst von der Dorfgemeinschaft und von hunderten von Kindern die im Chor "Maya, Maya, Maya" und "Uilo, Uilo, Uilo" schrien. Wir waren wieder zuhause ;-)