Montag, 16. Juni 2008

Der Chef


Dä dani isch soo de chef! Der kann nicht nur buchhaltung sondern auch kochen – hat die lehre in der küche vom palace in st.moritz gemacht. Zum glück ist unsere farm gerade nach. Nach der regenzeit frisch ausgesät ernten wir jetzt schon zum zweiten mal die ganze gemüsepalette.
Vor dem kochen macht der chef mit rosa und quedmon eine feierliche prozession in den garten um vom feinsten das feinste zu pflücken und dann sofort zu verarbeiten. Alles wird ausführlichst aufgeschrieben und dann von den beiden ein paar mal wiederholt. Das gibt menus wie:


tomatensuppe mit basilikum
avocado mit balsamico
gemischte grüne salate mit peperonistreifen und cashews
Reis pilaf mit fenchel
papaya mit bananenstreifen und passionsfrucht – alles voll bio!

Thomas hat letzte woche mit der fenseher satelliten anlage noch etwa 2 kg käse geschickt, darunter appenzeller, den dani gebracht hatte und den wir in maputo vergessen haben – gut gelagert sozusagen. Daraus gab’s käsekuchen mit frühlingszwiebeln und mürbeteig. Leider verlässt uns unser chef ende juni wieder, um im bündnerland eine läppische alphütte zu führen. Ob rosa und quedmon bis dann soweit sind, ist eher zweifelhaft.

p.s. Dani hat auch einen blog – mit viu biudli: www.muhme.ch

News aus Utukulu


Maria hat’s geschafft, jawoll! Als einzige aus dem dorf!

Dem Chief ein Haus, dem Chief kein Haus, dem Chief ein Haus….


Als die verhandlungen um das neue haus für den chief endgültig in einer sackgasse angelangt waren und seine nachfolger nur noch mit verschränkten armen und zugekniffenen mäulern dahockten, mussten wir wieder mal die initiative ergreifen und haben in einer 24/7 aktion ein kleines brickhäuschen mit blechdach hingeknallt.Am sonntag war die einweihungsfeier. Wir hatten schon am Freitag mais, reis, bohnen, tomaten, kohl und fisch und pfannen und teller geliefert und der chief verteilte selektiv einladungen im dorf.

Es kamen dann statt der eingeladenen 25 leute etwa 100, die eine riesen party steigen liessen: Islam à l’africaine. Der chief war so stolz auf sein haus und wollte nicht mehr aufhören zu beten. Dann wurde von 2 imams der Koran auf arabisch vorgelesen – so etwa der ganze – dazu wurde gerockt und gelacht und jahalla, jahallaaa geschrien. Die frauen und kinder haben getanzt, und nachher sind auch noch die männer aufgestanden und alles ist immer wilder geworden. War lustig einmal eine andere seite unserer arbeiter zu erleben. Zu essen bekam ich nichts, da man mir nicht zumuten wollte mit dem volk von faust zu essen. Ich müsse meinen anteil mitnehmen, sagten sie. Alles insistieren nützte nichts. Da die batterien an video- und fotokamera sowieso leer waren, ging ich dann mit hudson nach hause.

Dem chief habe ich einen zettel geschrieben, der besagt, dass das neue haus kein chiefhaus ist, sondern ihm und seiner frau und den nachkommen persönlich von uns geschenkt wurde. Er hat sich riesig gefreut und mit seinem besten zambia englisch gemeint: „Good, good. Now table and chairs!“

Warte ufd Ilala



Also, i mues das jetz glich ufschriebe – isch so total „unreal“, wiä nöd wohr. Hocke sit drüü schtund am büchtli z metangula und warte uf de dani, wo mit de Ilala sött zrugg choo vo likoma ailänd. Isch scho lang nacht ,aber zum glück vollmond. Keis verfluechts liächtli, wo „übers wasser hin, ich komme, spricht“ – nu wägem fontane und so.


Rundum isch s total cabaret, ales wartet, es paar sind chli bsoffe, füürli händs aazünt, wills so chalt isch und vom dorf chömet schtändig lüt, wo im see ihres wöchentlich bad nämet – wohrschinlech immer, wänns schiff chunnt, isch vill luschtiger. Im auto hani es chind mit malaria, hät huere fiäber, und sini grosmueter, wo druff beschtoht, si müeset erscht morn morge mit de tablette aafange, das es schtimmt: immer eini am morge und eini am obet, und gfrohre hät er wie nen schlosshund, bi zrugg zum mart go e wuletecki chaufe und han em jetz gäge ali widerschtänd di erscht tablette iigworfe und no es panadol druff.


Hinedrin hämmer gräs vo cobue und säck mit gmalnem mais für ali, will de rosa eren däpp vom ne ehemaa d müli niä flickt, und am piri sin neffe us malawi isch au no doo und chunnt all füf minute mit „maybe the ship will come soon“, und näbet mir chunnt sich no mol ein cho wäsche: i de underhose is wasser, guet, abehuure, füdli butze, und jetz ganz vill seife, prima, schuumet wiä blöd, das händ ne d missionare guet biiprocht, jetz no underhose wäsche, ufschtoh, is wasser bisle, underhose uswinde, aalegge, tie shört, hose und ab.Gschiär wäsche cha mer au no näbetzue, ales schöö suber bivor d ilala chunnt, aber leider immer no keis liächtli. Jetz fahrt das schiff scho sit em zweite weltchriäg, cha doch nöd sii, das es usgrächnet hüt absuuft.


Rundum ligget d lüt fäng mol chli ab und tecket sich zue. Gopf, nochär müemer no heifahre dur de busch, das wird jetz eifach esoo e keis vernüege, mol nöd für die hinenine, vier lüt und s malariachind quer drüber. Sms vom dani, er gseht d liechter vo metangula, no öppen e schtund – soo geil!

Isch dänn no guet zwei schtund g’gange und gäg di elfi simmer heichoo und em malariachind goots scho wider guet.

Kommunikationsproblem im Girassol, öppe so im februar


Also, gescht obet isch das soo gsii, ueli, das i der am verfluechte compi vom verfluechte girassol ganz vill neui text gschribe ha zum in blog inetue und dänn isch es plötzlech schwarz gsii und ales wägg, „sorry, no more 5 minute warning – just switch off!“ Und dänn han i nomol zalt und ha der gschribe, das der so vill blogtext gschribe ha und das ales wägg isch und s überhaupt en abverreckte tag isch, wil doch de hudson uf em ufewäg total unnötig e geiss überfahre hät , so voll drüber, und dänn simmer de ganz nomittag i de ökumenische garasch am bode ghocket und händ gwartet zum usefinde, dass üs üsi zwee chäre no mee gschlisse händ als scho gsii sind, und zum heifahre isch es scho z schpoot gsii… und dänn hani wider uf „senden“truckt und dänn isch „the page not available“ gsii und wider ales wägg und i bi soo fruschtriert gsii bi däne gruusige schpagetti im girassol, wo d jo au zur genüge kännsch und dusse häts gschiffet was abe mag und i ha mi wider mol soo müese zämeriisse, doo ….. z afrika.

Donnerstag, 12. Juni 2008

jetzt wird nüm glaueret


S goht vorwärts

Die eröffnung von Mbuna Bay Retreat (tönt nöd schlächt, oder?) rückt wieder näher, da wir endlich wieder baumaterial haben: Bricks zu tausenden und holz, wann immer es chikweti so will – sind den kerlen total ausgeliefert. Auch Mr Phiris „boys“ sind am holzen und dann noch eine gruppe von dorfleuten.

Ab heute wird wieder gras geschnitten für die dächer. Es ist endlich trocken. Um die ewigen preisdiskussionen zu vermeiden, mussten sich alle interessenten einschreiben und haben eine 90 cm schnur für den bündelumfang erhalten. 50 leute sind angemeldet. Aber wir müssen ja auch 9 dächer machen – und das so schnell wie möglich. Dafür haben wir noch dachspezialisten angestellt. Im moment beschäftigen wir 43 leute.

Der bambus für die dächer wird in Tulo von Quedmons familie geschnitten und soll am wochenende bereit sein ( huere vetterliwirtschaft!).
In ein paar tagen kommen die fenster für die ersten 2 häuser (1Holz/ 1 Brick). Deren anfertigung haben wir an eine schreinerei in lichinga ausgelagert.
Alis gruppe macht fleissig möbel – unglaublich originelle, und die carpenters sind am ersten von 16 betten.


Die grundmauern für ein materialhaus stehen bereits, und nächste woche fangen wir den 10m hohen turm für den 2500 l wassertank an. Das grosse solarsystem ist auf dem weg aus den schtaaten, und die solar wasserwärmer holt thomas in pretoria. Das ganze wassersystem ist bestellt bei Giovanni in maputo (original italo qualität). Er kommt es auch installieren.
Und jetzt – jawoll: Die satellitenschüssel ist montiert. 100 programme am ende der welt. Oma schaut fleissig french open – heute um 13.35h spielt Federer. Und am Samstag ziehen wir die schwyz leibchen an und machen wieder mal auf ganz patriotisch und wären für einen moment am liebsten in Bern. Den grossen fernseher hab ich schon geschlissen mit dem generator – war zu stark. Jetzt brauchen wir den winzigen auf „eco throttle“ und hoffen, dass er es durchhält.
Am Montag kommt thomas für drei wochen – dänn goht’s dänn zügig vorwärts. Do wird dänn nüme glaueret!

 
Send Mail