Dienstag, 15. Juli 2008

Vovoo

Also, die erste schlange hat die vovoo (die grossmutter, meine mutter) zum glück noch nicht mitbekommen. Hat nicht gecheckt, wie alles um sie rum gerannt ist und ich mit verstärkten hosenbeinen und timberlands und mit dem schlangenstock in der hand vorbeigeschlichen bin – mitbringsel vom schlangenkurs in jo’burg, ein praktisches instrument zum tragen von schlangen oder zum zudrücken hinter dem kopf, damit sie nicht beissen können (achtung: einige beissen rückwärts) . Man kann sie damit auch ein paar minuten in die länge ziehen, bis sie müde sind (haben nur eine lunge), und dann am schwanz packen und aufheben und in einen behälter sperren. Dies nicht mit Black Mambas, weil da ist man todsicher tot.
Unsere schlange war jedenfalls wieder eine Olive Grass Snake (leicht giftig), und versteckt hatte sie sich unter Antonio’s zimmmereingang unter einem brett, das er hingelegt hatte, um keinen sand reinzutragen (dä isch so blöd, aber mer liäbet en!) .Hab wieder mal mächtig punkte geholt, indem ich das brett mit dem schlangenstock wegzog und einen frischgebrannten backstein auf das arme viech warf – instant kill. Bin mir dabei soo erbärmlich vorgekommen.

Anyway,die zweite grass snake (1,5m) kroch der headquarter aussenwand entlang und von uns erschreckt durch die strohwand direkt in die küche, wo sie nicht mehr auffindbar war. Hudson hat dann mal ein paar liter benzin in die küche geschüttet – das riechen sie nämlich nicht gern – worauf sie auch prompt rausgeflüchtet ist - an der verandah vorbei, wo die vovoo gerade am lesen war und ab in den busch. Hab gedacht, jetzt reist sie uns ab (die vovoo). Aber sie hat’s cool genommen und spannend gefunden - buschtauglich nach 4 wochen!

Unsere schlangen tun mir wirklich leid. Aber da können wir keine kompromisse machen. Da gibt’s nur nashorn-methode : Erst drüberrennen, und dann zurückgehen und schauen, was es war.

 
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