Dienstag, 24. März 2009

Frank

Frank hat mir gerade sein monatliches SMS geschickt zum fragen, wie’s so geht und ich sei ja für ihn quasi wie eine Mutter und sollte ihn darum unbedingt einstellen, und er würde bei Nkwichi Lodge sofort kündigen.

Durchs Buschtelefon ist nun aber schon lange die Nachricht durchgedrungen, dass Frank nicht mehr bei Nkwichi arbeitet, nachdem ihn der dortige Manager Simon nach Lichinga geschickt hat, um einen Käufer für seinen alten Toyota zu suchen.

Frank hat den Wagen prompt verkauft und sich mit dem Erlös ein paar Neuanschaffungen geleistet. Zurück in Nkwichi – ohne Geld - hat er Simon erzählt, ein potentieller Kunde sei noch am Probefahren. Auf Simons Wutausbruch hin ist er zurück nach Lichinga gereist und hat dem neuen Besitzer weisgemacht, Nkwichi brauche den Wagen schnell noch ein paar Tage zum Transport einer grossen Gästegruppe.

So hat Simon seinen alten Toyota wieder bekommen, und Franks Haus gehört jetzt der Polizei. Er selber ist in Maputo und bereitet dort mit einer ausländischen Firma den Bau einer parlamentspräsidenteneigenen Lodge 15 km nördlich von Nkwichi vor.

 
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